Pelmeni Express


Danke, Ihr seid Spitze! Wir hatten gehofft, dass unser Event heute so gut läuft und auch, dass es beim Warten nicht zu Grüppchenbildung kam. Nach äußerst kurzem Meeting haben wir beschlossen, den „Pelmeni Express“ ab sofort jeden Tag „rollen“ zu lassen 🥟🍻🚂❤️.

Somit könnte ihr Euch von 12 bis 14 Uhr und 19 bis 21 Uhr an unserem Verkaufsfenster #windowshoppen. Alle Speisen je 8€:

Pelmeni Sibirski (Pfeffer, Schmand, Dill),
Pelmeni mit Kartoffeln (Schmand, frittieren Zwiebeln und Balsamessig),
Wareniki mit Sauerkirschen (Butterflocken, Zucker&Zimt)
Borschtsch (veggie, Schmand und Brot)

Passende Getränke gibt‘s natürlich auch. Alle Produkte sind nicht zum Verzehr vorm Laden gedacht, wir haben allerdings latent alle Parkbänke im alten nördlich Friedhof für Euch reserviert (inklusive der Mülleimer).


Bestellungen für eine bestimmte Uhrzeit nehmen wir entgegen, empfehlen aber vor Ort zu ordern, um maximal heiße Pelmeni zu bekommen.

Guten Appetit und Danke für den Support

Und alle so: "Warum eigentlich der Name Salon Irkutsk?"

 

Unsere Bar ist benannt nach der Stadt Irkutsk, die in der Nähe des Baikalsees in Sibirien liegt aber für uns auch als abstraktes Synonym für einen weit entfernten Verbannungsort dient.


Es trug sich zu, dass im Winter 1825, genauer am 14. Dez, adlige Revolutionäre, vor allem Offiziere der russischen Armee in Sankt Petersburg den Eid auf den neuen Zaren Nikolaus I verweigerten. Die Demonstranten, bekannt als Dekabristen, wollten den Senat dazu bringen, einige demokratische Reformen in Russland durchzuführen und der Selbstherrschaft der Zaren Einhalt gebieten.

Der Aufstand wurde niedergeschlagen und die Anführer hingerichtet. Die meisten Demonstranten wurden allerdings ins Exil nach Sibirien verbannt, unter anderem nach Irkutsk, in einen damals relativ wenig kultivierten Teil der Welt. Da die Dekabristen dem russische Adel und den Intellektuellen angehörten, hatten sie einen beträchtlichen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung von Irkutsk. Sie lehrten die junge Generation Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften. Für uns aber besonders interessant, sie brachten Kunst und Musik nach Irkutsk, bauten gar ein Theater.


Neben den Dekabristen wurden weitere freiheitlich gesinnte Menschen nach Irkutsk abgeschoben oder wählten verstärkt freiwillig ihr Exil hier. Verbunden mit den schwach bevölkerten Weiten Sibiriens, wo die Menschen ohne den Grundsatz der gegenseitigen Hilfe nicht überleben konnten, entwickelte sich so eine besondere Mentalität, die für Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft steht.
Die Intelligenzija, also eine gesellschaftliche Schicht von Menschen, die:


 „klug, verständnisvoll, wissend, denkend und auf professionellem Niveau kreativ beschäftigt sind und zur Entwicklung und Verbreitung von Kultur beitragen.“


ist in Irkutsk verstärkt an zu treffen.


Irkutsk ist heute eine Studentenstadt mit Anschluss an die Transsibirische Eisenbahn und wird auf Grund der charmanten Architektur der Innenstadt als „Paris des Ostens“ bezeichnet.


Die Idee hinter dem Salon Irkutsk ist es folglich einen Ort zu schaffen, der zum kulturellen und künstlerischen Leben hier in München beiträgt. Zwei Mal im Monat am Sonntag treten bei uns Musiker auf und meist alle zwei Wochen dienstags wechselt die Kunst an unseren Wänden.

Künstler, Musiker, aber auch jeder Kunst- und Kulturinteressierte ist herzlich eingeladen sein freiwilliges Exil hier im Salon Irkutsk zu finden!


Dass wir uns für die Namensgebung ausgerechnet eine Stadt in Russland ausgesucht haben ist eigentlich zweitrangig … entscheidend ist für was sie steht.


Wir empfinden uns als Salon, versuchen also eine Atmosphäre zu schaffen, die zum Dialog untereinander anregt und zum Austausch über die Kunst an den Wänden einlädt. Deshalb sehen wir auch bewusst von lauter Hintergrundmusik ab.


Generell mögen wir‘s also gerne ruhig und entspannt. Unsere Nachbarn hier in direkter Umgebung auch. Bitte unterstützt uns auch vor der Türe und verhaltet Euch besonders zu später Stunde angemessen. Das wäre uns eine große Hilfe.